19.03.2026 // PRESSEMITTEILUNG
Hintergrund: Der Verwaltungsgerichtshof Mannheim hat den Bebauungsplan für das Modellquartier „Am Horn“ in Konstanz für unwirksam erklärt. Die Wohnprojekt Konstanz eG nimmt das Urteil zur Kenntnis und verfolgt das Projekt weiter.
„Wir sind zuversichtlich, dass Lösungen gefunden werden.“
Hans Landenberger, Vorstand Wohnprojekt Konstanz eG
Das Quartier „Am Horn“ mit 140 geplanten Wohnungen für rund 300 Menschen ist eine Antwort auf die angespannte Wohnsituation in Konstanz mit massiv fehlendem Wohnraum. Bürger*innen bauen für Bürger*innen: spekulationsfrei, genossenschaftlich, generationenübergreifend. Erst am 12. März hat der Technische und Umweltausschuss im Rahmen des Handlungsprogramms Wohnen den Bedarf von rund 400 zusätzlichen Wohnungen pro Jahr bestätigt. Der Handlungsdruck ist enorm.
„Wir sind überzeugt, dass Konstanz neue Formen des Wohnens braucht: ökologisch, gemeinschaftlich und langfristig bezahlbar. Daran arbeiten wir weiter.“
Sylvia Machler, Projektentwicklerin Wohnprojekt Konstanz eG
Das Projekt wurde im Rahmen einer Konzeptvergabe der Stadt ausgewählt und sieht ein ökologisch und sozial ausgerichtetes Wohnquartier in modularer Holzbauweise nach KfW40-Standard vor. Neben privaten Wohnungen sind gemeinschaftlich genutzte Flächen geplant, eine Fürsorge-Wohngruppe sowie ein Quartierszentrum mit Café und Co-Working. Außerdem ist es das Ziel, artenreiche Lebensräume zu schaffen bzw. zu erhalten. Unser Motto „Qualität statt Quadratmeter“ stellt sicher, dass nicht mehr Boden versiegelt wird, als unbedingt nötig.
„Für uns geht es darum, auch in Zukunft als Familie in Konstanz leben zu können. Wir engagieren uns seit Jahren für dieses Projekt, weil wir gemeinschaftlichen und langfristig bezahlbaren Wohnraum schaffen möchten.“
Christine Mellau, Mitglied Wohnprojekt Konstanz eG
Teilen als Konzept. Autos gemeinschaftlich zu nutzen und den Alltag mit Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln zu organisieren sind zentrale Elemente in der internen Planung. Vergleichbare Quartiere in anderen Städten belegen, dass solche Konzepte funktionieren.
Mobilität. Das Quartier Am Horn wurde von Anfang an als autoarmes Radquartier konzipiert: ca. 400 Fahrradstellplätze, Carsharing und gute ÖPNV-Anbindung. Bewohner*innen verzichten auf das private Kfz – zu Gunsten von wenig Verkehr und einer hohen Lebensqualität vor Ort.
Dialog mit der Nachbarschaft. Wir nehmen die Bedenken der Anwohner*innen ernst. Im Juli 2025 haben wir die Anwohner*innen zu einem offenen Dialog auf dem Gelände eingeladen. Die Gespräche waren konstruktiv und differenziert. Diesen Dialog werden wir fortsetzen.
Wer hinter dem Projekt steht: Die Wohnprojekt Konstanz eG ist eine 2015 gegründete Genossenschaft mit aktuell 140 Mitgliedern und ca. 40 Kindern. Sie ist gemeinsam mit der Crescere Stiftung Bodensee Ankerbauherrin des Modellquartiers „Am Horn“. Das Modellprojekt wird seit 2018 mit Bürger*innen, Universität und Expert*innen gemeinsam mit der Stadt entwickelt.
Viele der zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner sind Familien, die seit Jahren in Konstanz leben und arbeiten. Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich für dieses generationenübergreifende und zukunftweisende Projekt, weil sie eine konkrete Antwort auf die Wohnungsnot in ihrer Heimatstadt schaffen wollen.
Weitere Informationen: www.wohnprojekt-konstanz.de
Pressekontakt
Wohnprojekt Konstanz eG
Ansprechpartnerin: Anna Heister, Vorständin
Telefon: +49 173 6679946
E‑Mail: info@wohnprojekt-konstanz.de